Vorteile
- Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis
- Sehr einfache Handhabung
- Viele Funktionen
- Ideal für Anfänger und Profis
Nachteile
Der Joola Shorty ist der bislang hochwertigste und teuerste Tischtennis Roboter der Marke Joola. Er verfügt über sehr viele verschiedene Funktionen.
Doch für wen eignet sich der Joola Shorty Roboter und ist er sein Geld wert oder gibt es auf dem Markt andere Roboter zu einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis? Ich habe den Joola Shorty getestet und werde diese Fragen in dem folgenden Joola Shorty Review beantworten.
Material und Aufbau des Joola Shorty
Da der Roboter vormontiert geliefert wird, kannst du ihn sehr unkompliziert auf- und abbauen. Dazu musst du vor allem nur den Ballbehälter auf den Motor aufsetzen. Der Ballbehälter kann ca. 150 Bälle umfassen, was für einen Tischtennis Roboter sehr viel ist.
Obwohl er relativ klein und handlich ist, ist er relativ schwer, da er aus hochwertigen Materialien gebaut ist. Trotzdem lässt er sich gut transportieren.
Mitgeliefert werden ein Ballauffangnetz, eine Fernbedienung sowie eine Bedienungsanleitung.
Funktionen des Joola Shorty
In Sachen Funktionen sticht der Joola Shorty alle anderen Tischtennisroboter von Joola aus. Er ist in der Lage, 8 verschiedene Spinvarianten zu spielen, darunter Topspinbälle, Unterschnittbälle, Seitschnittbälle und Kombinationen daraus. Hierfür gibt es eine Einstellmöglichkeit vorne am Ballauswurf:
Sehr nützlich ist auch die Möglichkeit, die Ballgeschwindigkeit, die Ballfrequenz und sogar auch die Ballflughöhe auszuwählen. Doch das ist noch nicht alles: Eine Oszillatorfunktion besitzt der Joola Shorty auch noch. Der Roboter kann somit verschiedene (Streu-)Winkel auf dem Tisch anspielen und du deine Beinarbeit und Reflexe trainieren!
Durch Kippen des Roboters kannst du auch bestimmen, ob der Roboter die Bälle direkt oder als Aufschlag („indirekt“, der Ball springt zuerst auf der einen Hälfte des Tisches auf und danach auf der anderen) spielen soll.
Du fragst dich jetzt sicher, was der Roboter nicht kann? Er besitzt keine automatische Ballrückführung. Du musst die Bälle somit wieder eigenhändig in den Ballkorb legen. Der Ballkorb ist aber recht groß (ca. 150 Bälle passen rein), sodass du auch längere Zeit ohne Nachfüllen spielen kannst. Zudem wird das Nachfüllen durch das mitgelieferte Ballnetz, welches die meisten Bälle auffängt, eine leichte Aufgabe.
Auch ist der Roboter im Gegensatz zu den wirklich sehr teuren und hochwertigen Robotern nicht programmierbar und besitzt auch keine voreingestellten Übungen. Ebenso ist die Höhe des Spins leider abhängig von der Geschwindigkeit der Bälle. Man könnte also nicht das Tempo und den Spin separat einstellen, um z.B. sehr langsame, spinnige Topspins zu spielen. Das geht generell leider nur bei noch teureren Robotern.
Überblick über den Joola Shorty
Marke | Joola |
---|---|
Modell | Shorty |
Maße | 30x24x55 cm |
Gewicht | 7 kg |
Ballkapazität | ca. 150 Bälle (Plastik oder Zelluloid) |
Spin- und Schlagauswahl | 8 verschiedene Rotationsarten, Aufschläge |
Platzierung | anpassbar durch Stellung des Roboters auf dem Tisch sowie Oszillator |
Flugkurve | regulierbar |
Oszillator | ja |
Ballgeschwindkeit | 8 Stufen |
Ballauswurffrequenz | 25 bis 85 Bälle/min (9 Stufen) |
Programmierbar? | nein |
Automatische Ballrückführung | nein |
Fazit
Der Joola Shorty ist definitiv der beste Tischtennis Roboter von Joola. Im Vergleich zu dem Joola Buddy V300 ist er um Welten besser, aber auch um einiges teurer. Die verschiedenen Funktionen des Joola Shorty machen den Roboter zu einem guten Trainingspartner für jeden Vereinsspieler.
Fraglich ist jedoch, ob der Roboter mit Tischtennisrobotern anderer Marken mithalten kann.
Der Donic Robo Pong 545 bewegt sich ungefähr im selben Preisniveau, und ist auch von den Funktionen her ebenbürtig. Die (Verarbeitungs-)Qualität des Joola Shorty ist jedoch aus meiner Sicht etwas besser, sodass ich ihn im direkten Vergleich mehr empfehlen würde.
Das Entscheidende liest man leider nie.
Nämlich wieviel Schnitt die Geräte erzeugen und ob der Schnitt in Abhängigkeit der Ballgeschwindigkeit steht.
Ich habe mir (leider) den Jolla V300 gekauft. Für Anfänger ein prima Gerät, für mich nutzlos. Der erzeugte Topspin ist selbst auf höchster Stufe witzlos viel zu langsam und viel zu wenig Spin. Etwa wie ein herkömmlicher Konterball.
Der Unterschnitt ist auch witzlos. Kurze Bälle haben so gut wie keinen Unterschnitt. Bei brauchbarem Unterschnitt wird der Ball so schnell und so lang, dass das völlig unrealistisch ist.
Die realitätsnahe Spielbarkeit ist der entscheidende Faktor. Nicht die abgeschriebenen Funktionen aus den Werbeprospekten.
Marcus Bernd
Hi Marcus,
das ist merkwürdig, den Joola V300 habe ich auch und auf den höchsten Stufen ist da schon ordentlich was drin (sowohl bei Unter- als auch Überschnitt). Auf jeden Fall deutlich mehr als ein Konterball. Und das Tempo ist auch recht hoch. Wir haben aber auch zwei Joola V300 im Verein und der andere spuckt die Bälle langsamer aus. Es scheint somit auf jeden Fall auch qualitative Unterschiede zwischen den Exemplaren zu geben.
Aber ja, je höher man den Unterschnitt einstellt, desto länger und auch schneller werden die Bälle auch.
Generell sind die meisten Roboter nicht realitätsnah (insbesondere die günstigen nicht), was vor allem auch daran liegt, dass die Stärke des Spins vom Tempo des Balles abhängig ist, und können keinesfalls einen echten Spielpartner ersetzen. Dennoch können Roboter mMn auch nützlich sein, insbesondere für Anfänger, um z.B. bestimmte Techniken zu erlernen/vertiefen oder für bestimmte Übungen, was ich in anderen Artikeln auch erläutert habe. Und bei qualitativ sehr hochwertigen, aber auch leider sehr teuren Robotern wie dem Butterfly Amicus steht der Spin auch nicht in Abhängigkeit von der Ballgeschwindigkeit.
VG Johannes